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Risikolebensversicherung - FAQ
Wann erhalte ich meinen Versicherungsschein zur Risikolebensversicherung?
Versicherungen sind ein wichtiges Instrument, um sich gegen
etwaige Risiken des Alltags abzusichern. Wie aber macht man eigentlich
seine Ansprüche gegenüber der Versicherung geltend?
Wie weist man nach, dass man überhaupt der Besitzer der
jeweiligen Versicherung ist? Nun, dies geht nur mit dem so genannten
"Versicherungsschein", der auch bei Risikolebensversicherungen das
wichtigste Dokument überhaupt darstellt. Kommt es zum
Leistungsfall, verstirbt also eine der versicherten Personen, wird die
Todesfallleistung nur in dem Fall ausgezahlt, dass der
Versicherungsschein vorher an die Versicherungsgesellschaft
zurückgegeben wurde.
Wenn der Versicherungsschein so wichtig ist stellt sich
natürlich zwangsläufig die Frage, wann man den
Versicherungsschein überhaupt erhält.
Nun, vom Prinzip her sollte der Versicherungsschein das erste Dokument
sein, dass man erhält, wenn man eine Risikolebensversicherung
beantragt hat. Würde man die Dokumente des Vertrages also
chronologisch abheften, müsste der Versicherungsschein direkt
über dem Antrag abgelegt werden. In der Praxis ist es jedoch
sehr oft so, dass die Versicherungsscheine nicht von den Versicherungen
selber, sondern von externen Druckereien angefertigt werden. Diese
Handhabung sorgt für einen etwas erhöhten Zeitbedarf
seitens der Versicherung. Um nun aber die Kunden nicht ewig auf die
Antwort warten zu lassen, ob ihr Antrag auf Abschluss einer
Risikolebensversicherung nun angenommen wurde oder nicht, schicken die
meisten Gesellschaften den Kunden vorab eine kurze
Annahmebestätigung mit dem Vermerk, dass der
Versicherungsschein in den nächsten Tagen zugeschickt wird.
Gerade bei Lebensversicherungen achten die meisten Gesellschaften auf
eine sehr hohe Qualität ihrer Versicherungsscheine. Der Grund
dafür ist der, dass Versicherungsscheine aus dem Bereich der
Lebensversicherungen in der Regel viele Jahre oder gar Jahrzehnte
halten müssen und ein einfaches Blatt Papier schon nach
wenigen Jahren sehr unansehnlich wäre.
Aus diesem Grund werden die Versicherungsscheine der meisten
Gesellschaften mit Nieten zusammengehalten, wobei es sich oft um
Ringnieten handelt, die dann gleich als Stabilisierung beim Einheften
in einen Ordner dienen können.
Trotz aller Sorgfalt kann es ab und zu vorkommen, dass Kunden keinen
Versicherungsschein erhalten, bzw. der Versicherungsschein zwar
ankommt, während der Versicherungslaufzeit jedoch verloren
geht. In erstgenanntem Fall schickt die Versicherung meist ohne
Probleme ein Ersatzdokument raus schließlich kann der Kunde
nichts dafür, dass der Versicherungsschein nicht angekommen
ist. Geht der Versicherungsschein allerdings verloren, muss in aller
Regel eine so genannte "Verlusterklärung" abgegeben werden.
Diese Verlusterklärung schützt die
Versicherungsgesellschaft davor, dass Ansprüche auf Leistungen
aus einer Versicherung mehrfach geltend gemacht werden können.
Zwar ist dies eigentlich selbst dann nicht so leicht, wenn man zwei
Scheine vorweisen kann, die Versicherungen gehen hier aber lieber auf
Nummer sicher und geben neue Scheine nur gegen eine
Verlusterklärung für den alten Versicherungsschein
heraus.