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Risikolebensversicherung - FAQ
Ist es sinnvoll einen Todesfallbonus in der Risikolebensversicherung zu vereinbaren?
Bei vielen Menschen sind Versicherungen nicht zuletzt deshalb ein
"rotes Tuch", weil es schier unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten
bei den Tarifen der Versicherungsgesellschaften gibt. Alleine im
Bereich der Lebens- und Rentenversicherungen ist die Tarifwelt in den
letzten Jahren derart umfangreich geworden, dass es heute kaum noch
möglich ist, einen Überblick über die Vielzahl der Möglichkeiten zu
behalten. Genau aus diesem Grund wollen wir hier versuchen, ein wenig
Licht ins Dunkel zu bringen und uns diversen Fragen rund um das Thema
Risikolebensversicherung anzunähern. Eine der grundlegendsten Fragen in
diesem Zusammenhang ist, ob es sinnvoll ist, einen Todesfallbonus in
der Risikolebensversicherung zu vereinbaren, oder ob man lieber auf
eine Risikolebensversicherung mit Beitragsverrechnung setzen sollte.
Bevor
man sich ein Urteil darüber bilden kann, welches der beiden Konzepte
der Risikolebensversicherung besser zu einem passt, muss zunächst
einmal geklärt werden, was überhaupt passiert, wenn man eine
Risikolebensversicherung mit Todesfallbonus oder aber eine
Risikolebensversicherung mit Beitragsverrechnung wählt.
Bei der
Risikolebensversicherung mit Todesfallbonus zahlt der
Versicherungsnehmer einen bestimmten Beitrag und erhält dafür einen
bestimmten Todesfallschutz. Die Überschüsse des
Versicherungsunternehmens werden dann, weil es sich bei
Risikolebensversicherungen ja nicht um einen Sparvertrag handelt,
sondern ausschließlich dann eine Leistung erbracht wird, wenn die
versicherte Person stirbt, dazu verwendet, die Versicherungsleistung
nach oben anzupassen. Da jedoch bei Abschluss des Vertrages naturgemäß
nicht klar sein kann, wie hoch die Überschüsse in den nächsten Jahren
ausfallen werden, kann auch nur sehr schwer darüber geurteilt werden,
ob der Versicherungsschutz bei einer Risikolebensversicherung mit
Todesfallbonus ausreichend sein wird, oder eben nicht.
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Bei einer
Risikolebensversicherung mit Beitragsverrechnung werden die Überschüsse
dafür verwendet, den Beitrag der Risikolebensversicherung künstlich
abzusenken. Die Absenkung erfolgt dabei von Beginn an, kann aber,
sofern sich die Überschüsse ändern, auch wieder nach unten angepasst
werden - der Versicherungsnehmer müsste dann also mehr für seinen
Versicherungsschutz zahlen. Diese Variante ist vor allen Dingen dann
sinnvoll, wenn ein fester Todesfallschutz in bestimmter Höhe auf jeden
Fall gegeben sein muss, z.B. wenn es gilt, eine Hausfinanzierung
abzusichern.
Zusammenfassend kann man sagen, dass eine
Risikolebensversicherung mit Todesfallbonus zwar eine sehr nette Idee
ist, dass es sich in der Praxis aber als weit praktikabler erwiesen
hat, eine Risikolebensversicherung mit Beitragsverrechnung
abzuschließen. Der Grund dafür ist, dass es nur bei einer
Risikolebensversicherung mit Beitragsverrechnung möglich ist, einen
festen Todesfallschutz in bestimmter Höhe für wenig Geld zu versichern.
Zwar kann es durchaus sein, dass bei einer Risikolebensversicherung mit
Beitragsverrechnung die Überschüsse des Versicherungsunternehmens eines
Tages gekürzt werden und somit auch der Beitrag steigt, bis dahin,
hatte man dann jedoch einen unschlagbar günstigen Versicherungsvertrag.