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Risikolebensversicherung - FAQ
Gibt es für die Risikolebensversicherung eine Mindestvertragslaufzeit?
Kaum eine andere Versicherung ist so individuell und wird aus
so vielen unterschiedlichen Gründen abgeschlossen, wie die
Risikolebensversicherung. Der eine schließt sie zur
Besicherung eines Privatdarlehens ab, der andere für eine
Baufinanzierung und wieder ein anderer möchte einfach nur eine
generelle Absicherung für seine Familie haben und den Vertrag
nicht nur aufgrund evtl. Verbindlichkeiten haben. So unterschiedlich
wie die Beweggründe sind auch die Modalitäten der
Vertragsgestaltung. Sehr häufig erreicht uns dabei folgende
Frage: Gibt es für die Risikolebensversicherung eine
Mindestvertragslaufzeit?
Grundsätzlich muss die Antwort hier lauten: "Ja, die gibt es
und sie beträgt ein Jahr" Jedoch muss man festhalten, dass es
nur sehr wenige Verträge mit einer Laufzeit von nur einem Jahr
gibt. Welche Verbindlichkeit dauert nur ein Jahr an? Welche
Absicherungsnotwendigkeit löst sich nach einem Jahr in Luft
auf? Genau, keine - und genau darum laufen die meisten
Verträge zur Risikolebensversicherung auch viele Jahre lang.
Bei der Vertragsgestaltung einer Risikolebensversicherung
sollte man stets darauf achten, dass die Laufzeit genau so ausgestaltet
wird, dass sie exakt zu den Bedürfnissen des
Versicherungsnehmers passt. Hat dieser beispielsweise einen Kredit mit
einer Laufzeit von 8 Jahren und möchte er die Versicherung, um
diesen abzusichern, so sollte auch die Laufzeit 8 Jahre betragen, wobei
die Todesfallsumme der Risikolebensversicherung im Idealfall synchron
mit der Restschuld aus dem Darlehensvertrag fallen sollte. Dient die
Risikolebensversicherung der Besicherung einer sehr langfristigen
Verpflichtung, zum Beispiel einer Immobilienfinanzierung, so sollte man
die Laufzeit in jedem Fall so lang gestalten, dass die Versicherung bis
zum Ablösen des letzten Euros bestand hat, auch wenn die
Zinsbindungsfrist vlt. schon nach zehn Jahren abgelaufen ist. Ein dann
anstehender Neuabschluss für eine weitere
Risikolebensversicherung wäre nämlich in jedem Fall
teurer (Eintrittsalter), als wenn man den Vertrag von vornherein gleich
durchlaufen lässt.
Grundsätzlich gilt natürlich: Je länger eine
Risikolebensversicherung läuft und je älter man bei
Abschluss des Vertrages ist, desto teurer wird sich auch. Wer sich z.B.
erst mit 55 absichert und eine Laufzeit bis 70 wählt, wird ein
Vielfaches dessen bezahlen müssen, was der 30 Jährige
zahlt, wenn er sich bis 50 absichert. Der Grund ist klar: Wenn man sich
in höherem Alter versichert ist die Wahrscheinlichkeit eines
natürlichen Todes um ein Vielfaches höher als wenn
man noch sehr jung ist.