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Risikolebensversicherung - FAQ
Wie setzt sich die Auszahlungssumme einer Risikolebensversicherung zusammen?
Wer bereits eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hat oder aber sich mit dem Gedanken trägt, einen solchen Vertrag abzuschließen, der wird früher oder später mit einer ganzen Reihe von Begrifflichkeiten konfrontiert. Begrifflichkeiten, die man tunlichst verstehen sollte, möchte man seinen Vertrag verstehen und damit sicherstellen, dass man auch wirklich optimal abgesichert und nicht etwa unter- oder überversichert ist. Eine Frage, die auf den ersten Blick sehr einfach klingt, ist daher teilweise sehr schwierig zu beantworten: Wie setzt sich die Auszahlungssumme einer Risikolebensversicherung zusammen?
Nun, wer eine Risikolebensversicherung abschließt,
der achtet beim Abschluss in aller Regel auf die so genannte
Versicherungssumme. Diese Versicherungssumme ist, so die Meinung vieler
Menschen, gleichbedeutend mit der Summ, die im Leistungsfall auch
wirklich ausgeschüttet wird. Dies ist aber nur teilweise
korrekt. Genau genommen ist es nämlich so, dass es zwei
unterschiedliche Arten von Risikolebensversicherungen gibt. Bei der
ersten Art werden die Überschüsse des Versicherers
dazu verwendet, den Beitrag für die Risikolebensversicherung
von Beginn an abzusenken, bei der zweiten Art ist der Beitrag von
Beginn an etwas höher und die Überschüsse
der Versicherung sammeln sich verzinslich an. Nur bei der ersten Art
der Risikolebensversicherung ist es daher korrekt, wenn man sagt, dass
die Versicherungssumme stets gleichbedeutend mit der Auszahlungssumme
ist. Wer einen Vertrag mit Ansammlung der Überschüsse
hat, kann davon ausgehen, dass die Auszahlungssumme sich stets um eben
diesen "Überschusstopf" erhöht.
Wann aber sollte man die eine Risikolebensversicherung mit Beitraganrechnung und wann einen Vertrag mit Ansammlung der Überschüsse wählen?
Nun, diese Frage ist eigentlich recht einfach zu beantworten:
Immer dann, wenn es darum geht, eine konkrete (Rest)Schuld abzusichern,
ist eine Risikolebensversicherung mit Beitragsanrechnung die richtige
Wahl. Die Kosten der Schuld erlauben nämlich meist nicht, auch
bei der Risikolebensversicherung noch mehr zu bezahlen, als unbedingt
notwendig ist.
Wer jedoch das Kapital hat und die Risikolebensversicherung z.B. zur
Absicherung der Familie nutzen möchte, ist mit einer
Risikolebensversicherung mit Überschussansammlung auf jeden
Fall gut bedient. Dieser Vertrag hat nämlich den
großen Vorteil, dass es am Ende der Vertragslaufzeit so
wirkt, als bekäme man die Beiträge zurück -
natürlich nur, wenn der Versicherungsfall noch nicht
eingetreten ist. Wenn man es genau betrachtet, beschummelt man sich
hier zwar leicht selber, schließlich hat man die Auszahlung
ja über einen Mehrbeitrag finanziert, meist interessiert das
aber nicht wirklich und es zählt nur der nette Effekt.