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Risikolebensversicherung - FAQ
Warum sind manche Berufsgruppen in der Risikolebensversicherung nicht oder nur gegen Mehrprämie versicherbar?
Die Risikolebensversicherung gehört zu den am stärksten beworbenen und,
zugegeben, auch sinnvollsten Versicherungen überhaupt. Kaum eines
anderes Produkt ist in der Öffentlichkeit so präsent wie die
Risikolebensversicherung. Wer aber nun mit Freunden und Bekannten redet,
erfährt, welche Beiträge diese Menschen zahlen und glaubt, dass er
genau die selbe Prämie erhalten wird, der irrt sich gewaltig. Im
Gegensatz zu Verträge die für alle das selbe Risiko absichern, zum
Beispiel bei einer privaten Haftpflichtversicherung, sichert eine
Risikolebensversicherung nämlich total unterschiedliche Gefahren ab.
Wie das? Wie kann eine Risikolebensversicherung, die ja schließlich
immer den Tod eines Menschen absichert, unterschiedliche Gefahren
absichern?
Nun, eigentlich ist dieser Sachverhalt sehr einfach nachzuvollziehen:
Nicht jeder Mensch bedeutet für die Versicherung dasselbe Risiko. Die
Absicherung eines Maurers oder auch eines Hochspannungselektrikers ist
demnach stets teurer als die eines Büroangestellten oder eines
Eisverkäufers - schließlich ist das Risiko des Todes bei diesen Berufen
deutlich erhöht.
Die Abstufung innerhalb der verschiedenen Berufssparten geht sogar so
weit, dass bestimmte Berufe überhaupt nicht zu versichern sind. Welche
Berufe das im einzelnen sind, kann so pauschal nicht beantwortet werden,
Sprengmeister und Fallschirmjäger (Soldat) gehören jedoch in vielen
Fällen dazu. Da nicht jeder Beruf eine eigene Klassifizierung erhält, sind sämtliche
Berufe in so genannte "Berufsgruppen" eingeteilt. In der Regel gibt es
bei den Versicherungsgesellschaften insgesamt vier Berufsgruppen. In die
erste Berufsgruppe fallen dabei Berufe, die überhaupt nicht mit
körperlicher Arbeit in Verbindung gebracht werden. Je nach dem Grad der
körperlichen Tätigkeit geht die Abstufung dann in der Regel bis
Berufsgruppe 3. Berufsgruppe vier sind dann Menschen mit außerordentlich
hohem Risiko, wobei die Prämie hier oft utopische Größenordnungen
erreicht - wenn diese Menschen überhaupt versichert werden können.
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So ungerecht die Einordnung von Berufen in Berufsgruppen auch wirkt, so
essentiell ist sie doch für das langfristige Bestehen einer
Versicherungsgesellschaft. Eine Versicherung ist nämlich eigentlich
nichts anderes als ein Zusammenschluss von Menschen, die sich
gegenseitig für bestimmte Dinge versichern. Würden hier nun aber
Menschen mit hohem Risiko genauso behandelt wie Menschen mit nur
geringem Risiko, wäre dies gegenüber der Gemeinschaft der Versicherten
höchstgradig ungerecht.
Was lernen wir aus diesen Erkenntnissen?
Nun, zunächst einmal sollte man die Erkenntnis, dass die Berufe alle unterschiedlich klassifiziert werden immer im Hinterkopf haben. Es muss nämlich keineswegs so sein, dass man mit seinem Beruf bei jeder Gesellschaft in der selben Berufsgruppe landet. In jedem Fall sollte man daher, vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung, die Angebote verschiedener Unternehmen miteinander vergleichen und sich dann für den günstigsten Anbieter entscheiden.